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Russisch-Japanischer Krieg

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Russisch-Japanischer Krieg Artikel

Der Russisch-Japanische Krieg war ein Krieg zwischen Russland und Japan. Der Konflikt dauerte vom Februar 1904 bis zu dem Herbst 1905.

Inhaltsverzeichnis
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Ursachen und Vorgeschichte

Kriegsgrund war das russische Engagement in der Mandschurei, das mit dem japanischen Imperialismus kollidierte.

Japan befand sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in einer Phase des Umbruchs. Das bis dato isolierte Land erlebte eine Phase der Modernisierung und Annäherung an westliche Sitten. Dazu gehörte auch eine Übernahme westlicher außenpolitischer Prinzipien. Die Expansionsbestrebungen richteten sich zuerst auf das Nachbarland Korea. Bereits in dem Januar 1876 entsandte Japan drei Kanonenboote nach Seoul und erzwang auf diesem Weg ein Handelsabkommen und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen.

Da Korea damals ein Vasallenstaat Chinas war, führte diese Intervention zu dem Konflikt mit der chinesischen Regierung in Peking. Der Konflikt mündete 1884 schließlich in den Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg, im China aufgrund seines rückständigen Militärs unterlag. Bei den Friedensverhandlungen in Shimonoseki verlangte Japan unter anderem die Abtretung der Liaodong-Halbinsel und des Hafens von Port Arthur. Diese Vertragsbedingung kollidierte jedoch mit den Interessen der russischen Regierung. Russische Förderation wollte das chinesische Riesenreich langfristig wirtschaftlich und politisch durchdringen. Mit der Unterstützung Deutschlands und Frankreichs erzwang Russische Förderation die Räumung der Liaodong-Halbinsel. Der Konflikt zwischen Japan und Russische Förderation erhielt weitere Brisanz durch den 1891 begonnenen Bau der Transsibirischen Eisenbahn, die Russische Förderation den schnellen Transport großer Truppenmengen in den Fernen Osten ermöglichen würde.

Im Gegenzug konnte Russische Förderation sich die Unterstützung Chinas sichern. Die Beziehungen mündeten in der Unterzeichnung eines Abkommens: Russische Förderation sicherte China Rückendeckung für den Fall eines japanischen Angriffs zu und konnte dafür die Transsibirische Eisenbahn durch die Mandschurei verlegen lassen.

Das politische Klima verschlechterte sich jedoch merklich, als Russische Förderation am 4.12 1897 den Hafen von Port Arthur am Gelben Meer besetzte. In dem März 1898 schließlich pachtete Russische Förderation den Hafen und den südlichen Teil der Liaodong-Halbinsel für eine Zeit von 25 Jahren.

Nur 2 Jahre später verstärkte Russische Förderation sein militärisches Engagement in China noch weiter und entsandte rund 100 Tausend Soldaten zur Niederschlagung des Boxeraufstandes und zur Besetzung der gesamten Mandschurei.

Russische Förderation intervenierte zunehmend auch in Korea. Durch den Erwerb einer Holzkonzession am Fluss Jalu in Korea und den Aufbau einer nahezu ausschließlich aus russischen Reservisten bestehenden Unternehmung spitzte sich der Konflikt endgültig zu. Die japanische Öffentlichkeit fasste die Konzentration russischer Truppen in der Mandschurei, in Port Arthur und in Korea als Bedrohung auf.

Am 12.08 1903 forderte der japanische Botschafter den Abzug der russischen Truppen aus der Mandschurei und die Anerkennung der politischen Vorherrschaft Japans in Korea. Die Verhandlungen wurden jedoch von russischer Seite behindert und verzögert.

Am 4.02 beschloss eine vom Tenno geleitete Konferenz den Angriff auf die russischen Truppen. Die Kriegserklärung folgte schließlich am 10.02 1904, also erst einen Tag nach Beginn der Kriegshandlungen.

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Verlauf

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Angriff auf Port Arthur

Der Krieg wurde durch Japan mit einem Angriff in der Nacht vom 8.02 auf den 9.02 1904 auf den Hafen Port Arthur ohne vorherige Kriegserklärung begonnen. Die russische Führung rechnete zwar mit einem Angriff, wünschte jedoch, "...dass die Japaner und nicht wir die kriegerischen Operationen eröffnen". Die Vorbereitungen waren überdies ca. unzureichend und den zur Wache eingeteilen russischen Booten wurde der Feuerbefehl verweigert. Überdies wurde den Kommandanten der in dem Hafen liegenden Schiffe die Abdunkelung untersagt. Die nächtliche Annäherung der japanischen Torpedoboote wird daher zwar bemerkt, es können jedoch keine Gegenmaßnahmen mehr eingeleitet werden. Der Angriff wurde mit Torpedos durchgeführt und führte zur Beschädigung der Schlachtschiffe Retvisan und Zessarewitsch sowie des Schweren Kreuzers Pallada. Unerklärlicherweise hatte der japanische Admiral Heihachiro Togo seine Torpedoboote in mehreren Wellen angreifen lassen, weshalb die Russen alle weiteren Anriffe mühelos abwehren konnten.

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Gefecht von Tschemulpo

Obwohl der Angriff auf Port Arthur als Beginn des Krieges gilt, so war der Hafen der koreanischen Stadt Tschemulpo das eigentliche Absicht der japanischen Aktionen. Von Tschemulpo aus erfolgte die japanische Invasion der Mandschurei. Zu diesem Zweck entsandte Admiral Togo eine Flotte unter dem Kommando des Konteradmirals Uriu.

Das russische Oberkommando hatte in dem Vorfeld des sich anbahnenden Krieges versäumt, den schnellen Kreuzer Warjag und das Kanonenboot Korejez in die Flotte von Port Arthur zu integrieren. Beide Boote wurden am 8.02 1904 in der Nähe des koreanischen Hafens von Tschemulpo (auch Chemulpo) durch Uriu's Flotte gestellt. Die Warjag und die Korejez sahen sich einer Übermacht des schweren Kreuzers Naniwa, fünf kleinen Kreuzern und acht Torpedobooten gegenüber. Die japanische Flotte setzte eine Armee in der Nähe des Hafens ab und forderte die russischen Kommandanten zur Kapitulation auf. Der russische Kommandant Rudneff lehnte dieses Ansinnen ab. Die Warjag und die Korejez lagen inmitten neutraler Schiffe und konnten nicht ohne weiteres angegriffen werden. Allerdings konnten sie in dieser Position auch die Anlandung der Japaner nicht unterbinden. Am Morgen des 9.02 1904 kam es schließlich zu dem Gefecht. Die russischen Schiffe wagten den Ausbruch aus dem Hafen und versuchten in die offene See zu entkommen. Der japanischen Flotte gelang es jedoch, beide Schiffe in das Kreuzfeuer zu nehmen. Das Gefecht dauerte etwa eine Stunde und endete mit einem Sieg der Japaner. Die Warjag erlitt schwere Beschädigungen und verlor 122 Mann an Toten und Verletzten. Die Korejez hatte dieser Übermacht nichts mehr entgegenzusetzen. Beide Schiffe kehrten in den Hafen zurück und wurden dort von ihren Besatzungen selbst versenkt.

Die russische Flotte verliert bis zu dem Beginn der eigentlichen Kampfhandlungen noch zwei weitere Schiffe durch eigene Minen. Die russische Pazifikflotte ist damit weitgehend ausgeschaltet, wodurch die japanischen Truppentransporte in die Mandschurei ungehindert durchgeführt werden können.

Buch-Tipp: Der Stolz der Flotte. Honor Harrington 09. Nicht neues, manches alte Nicht genug, dass in den Romanen um Honor H. die Weltanschauung der amerikanischen Mittelklasse in das All transformiert wird: also die Guten sind eine romantische Mischung aus Ami-Demokratie und konstitutioneller Monarchie a la Great Britain, das Böse eine Mischung aus französischen Jakobinern mit ordentlich Kommunsimus....

Schlacht von Port Arthur

Der japanische Admiral Heihachiro Togo erhielt Berichte, dass die russische Flotte in Port Arthur nicht auf einen Angriff vorbereitet wäre. Er wagte daher am Mittag des 9.02 1904 einen Angriff auf die Festung von See. Die Japaner trafen zuerst auf den Minenleger Bojarin, der die gesamte russische Flotte alarmierte. Kurz darauf kam es zu dem Gefecht, in welchem keine der beiden Seiten die Oberhand gewinnen konnte. Die russische Flotte wurde von den Landbatterien der Festung von Port Arthur unterstützt. Admiral Togo war vom starken Widerstand der Russen überrascht und zog sich nach 40 Minuten vom Schlachtfeld zurück. Die Japaner hatten 90 Mann an Toten und Verwundeten zu beklagen, jedoch war keines ihrer Schiffe ernsthaft beschädigt. Auf russischer Seite waren 150 Matrosen getötet oder verwundet worden. Darüberhinaus waren die Schiffe Bajan, Askold, Diana und Novik zu dem Teil schwer beschädigt.

Buch-Tipp: Die Kriegsmarine. Das Schicksal der deutschen Kriegsmarine 1939 bis 1945 Gut bebildeter Überblick über die deutsche Kriegsmarine Der Autor Cajus Bekker ("Verdammte See", "Angriffshöhe 4000m") gibt in seinem mit vielen Bildern ausgestatteten Buch "Das Schicksal der deutschen Kriegsmarine 1939-1945" einen hervorragenden Überblick über den Aufbau der Marine vor Beginn und während der Anfangszeit...

Schlacht in dem Gelben Meer

Die russische Flotte war nach der Schlacht von Port Arthur relativ untätig in dem Hafen geblieben. Nachdem der kommandierende Admiral Makarov mit seinem Flaggschiff Petropawlowsk auf eine Mine gefahren und gesunken war, wurde Admiral Witthöft zu dem neuen Befehlshaber ernannt. Er wollte die Schiffe in dem Hafen belassen und die Landstreitkräft mit der Feuerkraft der verbliebenen Schiffe unterstützen. Diese Zurückhaltung wurde jedoch nicht durch den Befehlshaber von Port Arthur, Alexejew, geteilt. Dieser telegraphierte schließlich an den Zar Nikolaus II. persönlich und forderte die Erlaubnis zu dem Ausbruch. Admiral Witthöft konnte diese Entscheidung nun nicht länger herauszögern. Am 10.08 1904 wurde der Ausbruchsversuch unternommen. Die russische Flotte sollte die Seeblockade der Japaner durchbrechen und nach Wladiwostok fahren. Die zu dem Teil beschädigten russischen Schiffe senkten die Geschwindigkeit der gesamten Flotte herab. Admiral Togo missdeutete den Ausbruch zuerst als Angriff und setzte sich zuerst zwischen den Hafen und die Russen. Als der Ausbruchsversuch schließlich erkannt wurde, brauchte es einige Stunden bis sie die russische Flotte eingeholt und gestellt hatten. Das Gefecht begann gegen 17.43 Uhr. Das Feuer richtete sich dabei hauptsächlich auf das Admiral Togos Schiff Mikasa und das russische Flaggschiff Zessarewitsch. Zunächst schien es so, dass die Russen bei Einbruch der Dunkelheit entkommen würden. Gegen Abend detonierten jedoch fast zeitgleich 2 schwere Granaten auf der Brücke der Zessarewitsch. Dabei wurde Admiral Witthöft getötet und nahezu alle weiteren Stabsoffiziere sowie der Steuermann getötet oder schwer verwundet. Die Flotte war praktisch führungslos und da das Ruder der Zessarewitsch verklemmt war, fuhr das Schiff in dem Kreis und alle folgenden Schiffe, die den Einschlag nicht beobachtet hatten, wendeten ebenfalls. Dies führte zu dem totalen Chaos und als Konteradmiral Uchtomski das Kommando übernommen hatte, blieb in dem nicht viel übrig als nach Port Arthur zurückzukehren. Einige russische Schiffe waren bereits schwer beschädigt und konnten ca. noch neutrale Häfen anlaufen, um sich dort entwaffnen zu lassen. Admiral Togos Flotte war jedoch ebenfalls schwer beschädigt und musste sich zurückziehen. Der Großteil der russischen Schiffe kehrte am nächsten Tag in den Hafen von Port Arthur zurück. Die zur Unterstützung des Geschwaders ausgelaufenen Schiffe der Wladiwostok-Abteilung gerieten ebenfalls in ein Gefecht, bei dem der russische Kreuzer Rurik versenkt wurde. Das russische Pazifikgeschwader griff von nun an nicht mehr in die Kampfhandlungen ein.

In Port Arthur wurden in der Folgezeit viele Geschütze aus den Schiffen ausgebaut und zur Verstärkung der Festung in dem Landkampf eingesetzt. Der kommandierende japanische General Nogi Maresuke erhielt den Befehl, die Festung so schnell wie möglich zu erobern. Dabei kam es zu einem erbitterten Stellungskrieg um den militärisch wichtigen Hohen Berg (Hügel 203), von dem aus man den gesamten Hafen überblicken konnte. Die russische Führung wollte den Hügel um jeden Preis halten, während die Japaner unter General Nogi Maresuke den Hügel einnehmen mussten bevor die russische Verstärkung eintraf. Während der Belagerung und der zahllosen erfolglosen Angriffe fielen etwa 58 Tausend Japaner und 38 Tausend Russen. Nach 154-tägiger Belagerung musste Port Arthur jedoch von General Stoessel am 2.01 1905 an die Japaner übergeben werden. Die russischen Schiffe wurden zuvor sämtlichst in dem Hafen versenkt. Ein Großteil konnte jedoch aus dem flachen Wasser von den Japanern wieder gehoben werden.

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Schlacht von Mukden

Die Schlacht bei Mukden (heute Shenyang) war die letzte größere Feldschlacht des russisch-japanischen Krieges in der Mandschurei. Sie dauerte vom 20.02 bis zu dem 10. März 1905. Auf russischer wie auf japanischer Seite kämpften jeweils 300 Tausend Mann. Die Schlacht war damit die größte Feldschlacht der damaligen Zeit.

Nach der vorausgegangen Schlacht von Liaoyang von August bis September 1904 lagen sich beide Armeen gegenüber, ohne dass größere Gefechte auftraten. Die Schlacht begann schließlich am 20.02 1904 mit einer Attacke der japanischen 5. Armee auf die linke Flanke der Russen. Am 27.02 1904 griff die japanische 4. Armee auf der rechten Flanke der Russenins Gefecht ein. Da die russische Armee der Gefahr der Einkesselung entgehen wollte, ordnete General Kuropatkin schließlich den Rückzug in den Norden der Stadt an. Da die russische Front zusehends kollabierte, musste sich die Armee schließlich am 10. März vollkommen aus Mukden zurückziehen.

Die russischen Verluste betrugen 26.500 Tote und etwa 25 Tausend Verwundete. Etwa 40 Tausend russische Soldaten waren in Gefangenschaft geraten. Auch die Japaner hatten etwa 41 Tausend Mann an Toten und Verwundeten zu beklagen.

Aus strategischer Sicht hatte der Verlust der Stadt keine große Bedeutung, jedoch demoralisierte der Rückschlag die gesamte russische Armee.

Buch-Tipp: Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe 1939-1945 und ihr Verbleib Mammutleistung Der 9 - Bänder (großer Gröner/DDK) wäre ja eine feine Sache, doch Preis und Umfang sind sicher nicht für Jedermann! Da kommt dieses kleine Kompendium über die Schiffe der Kriegsmarine sehr gelegen. Handlicher und übersichtlicher ist es allemal. Daher lohnt es sogar für Besitzer des großen Werkes als praktische Ergänzung....

Schlacht von Tsushima

Im Oktober 1904 wurde die russische Ostseeflotte in Zweites Pazifisches Geschwader umbenannt und unter der Führung des russischen Admirals Sinowi Petrowitsch Roshestwenski nach Wladiwostok entsandt. Während der Fahrt vereinigte sie sich mit dem Dritten Pazifischen Geschwader unter Konteradmiral Nikolai Nebogatov. Dessen Flotte war allerdings eher eine Behinderung, da sie fast ausschließlich aus veralteten Schiffen bestand. Dieser Umstand setzte die Kampfkraft des gesamten Geschwaders herab. Die Flotte sollte ursprünglich Port Arthur aus der Belagerung befreien und das Erste Pazifische Geschwader verstärken. Nach der Eroberung von Port Arthur durch die Japaner erhielt die Flotte aber den neuen Befehl, nach Wladiwostok durchzubrechen.

Die russische Flotte legte dazu eine Strecke von mehr als 18 Tausend Seemeilen zurück und umrundete dabei Afrika. Unterwegs kam es zu dem Doggerbank-Zwischenfall, der zu einem diplomatischen Konflikt mit Großbritannien führte.

Das russische Geschwader bestand aus 36 Kampfschiffen, darunter die zur damaligen Zeit modernsten Schlachtschiffe der russischen Marine: Suworow, Borodino, Alexander III. und Orjol.

Die Japaner unter Admiral Heihachiro Togo verfügten über eine Flotte von 5 Schlachtschiffen darunter die Mikasa, 10 Panzerkreuzern, 10 Leichten Kreuzer, 21 Zerstörern und 43 Torpedobooten sowie weiteren Hilfsschiffen.

Am Morgen des 27.05 1905 wurde die russische Flotte in der Koreastraße nahe der Insel Tsushima von einem japanischen Aufklärer gesichtet. Die Japaner konnten aufgrund ihrer höheren Geschwindigkeit und der besseren Granaten die Schlacht von Anfang an dominieren. Admiral Togo führte unter anderem das Manöver Crossing the T (Den Querstrich über das T ziehen) durch, wodurch das jeweilige russische Führungsschiff den Granaten der gesamten japanischen Flotte ausgesetzt war. Dieser geballten Feuerkraft konnte keines der Schiffe auf längere Zeit widerstehen. Die russischen Schlachtschiffe Suworow, Borodino, Alexander III. und Osljabja sanken noch am Abend der Schlacht. Anderen Schiffe wurden während der Nacht und am Morgen von den Japanern vernichtet oder zur Aufgabe gezwungen.

Die russische Flotte wurde nahezu vollständig vernichtet und über 5 Tausend russische Seeleute fielen während der Schlacht oder gingen mit ihren Schiffen unter. Die restlichen Schiffe mit etwa 6 Tausend Mann Besatzung ergaben sich am Morgen des 28.05 1905 der japanischen Flotte. Ca. ein Kreuzer und zwei Zerstörer konnten nach Wladiwostok durchbrechen. Sieben Schiffe gelangten in neutrale Häfen und wurden dort entwaffnet.

Auf japanischer Seite waren die Verluste vergleichsweise klein. Das Flaggschiff Mikasa war schwer beschädigt, 3 Torpedoboote waren versenkt und etwa 200 japanische Matrosen getötet worden.

Siehe auch Schlacht von Tsushima.

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Ausgang und Folgen

Nach der Schlacht um Port Arthur und den russischen Niederlagen bei Mukden und in der Seeschlacht bei Tsushima nahm der russische Zar ein Vermittlungsangebot des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt an. Am 5.09 1905 wurde der Frieden von Portsmouth (Massachusetts) unterzeichnet. Russische Förderation gab Liaoyang und Port Arthur auf, trat die südliche Hälfte von Sachalin an Japan ab und verließ die Mandschurei. Korea verblieb damit in dem Einflussbereich von Japan.

Der russische Zar musste eine Verfassung erlassen, um der drohenden Revolution entgegenzuwirken. Die revolutionären Bestrebungen in Russische Förderation und die Verstrickung in den 1. Weltkrieg führten jedoch unaufhaltsam auf die Oktoberrevolution von 1917 hin, die schließlich zur Absetzung des Zaren führte.

Japan war nachdem Krieg in dem asiatischen Raum weitgehend isoliert und 1908 wurden japanische Produkte in China boykottiert. Das japanische Militär setzte zusätzlich auf den Expansionismus und führte das Land in den Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg und schließlich auch in den 2. Weltkrieg.

Der Erfolg durch den schnellen Angriff auf Port Arthur beeinflusste die japanische Strategie bis zu dem 2. Weltkrieg. Vom Sieg in dem russisch-japanischen Krieg bestärkt glaubten sie erneut durch einen ähnlichen Präventivschlag bei Pearl Harbour und der damit verbundenen Vernichtung der wichtigsten Schlachtschiffe von vornherein einen kriegsentscheidenden Vorteil zu haben.

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